Schule im digitalen Wandel

Schule im digitalen Wandel

Zeitgemässe Praxis in der Bildung

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:00: Herzlich willkommen zu einem Podcast folgeteil von mit dem Nils Landhold.

00:00:05: Nils, wer bist du?

00:00:06: Hey Reto, schön bist du da!

00:00:09: Ja, aber ich bin der Nils.

00:00:11: Ich bin Vater des vier Kindes.

00:00:15: Sollte ich sagen kleine Kinder, aber die älteste wird jetzt die nächste Woche zwölfe.

00:00:19: von diesem Herr habe ich jetzt glaube schon Jugendliche im Haus.

00:00:22: Genau und dann noch drei Mädels.

00:00:26: Die Jüngste ist jetzt sechs Jahre alt.

00:00:28: Ich habe eine Ausbildung zum Primarschullehrer der PH Zürich gemacht.

00:00:36: Ursprünglich startete ich mit Oberstufen.

00:00:38: Mittlerweile habe ich eine eigene Schule, in der Kindergarten, Primarschuhe und Oberstufe alles haben.

00:00:44: Sie lernen mittlerweile vierzehn Kinder- und Jugendliche im Alter von drei bis achtzehn Jahre.

00:00:51: Wobei wir Erwachsene natürlich auch mitteilen.

00:00:53: Ich habe noch nie so viel gelernt in meinem Leben, wie seit ich meine eigene Schule gestartet habe.

00:01:01: Ich würde mal sagen, ich bin ein Bildungspionier.

00:01:05: Ich stelle gewisse Sachen in Frage, die wir als Gesellschaft alle miteinander erleben.

00:01:11: Nämlich dass Lernen eine Lineart passiert und einen Grundstock aufbauen muss.

00:01:15: Und dass man dann irgendwann wenn man die Schulzeit abgeschlossen hat ja dann fertig gelernt hätte.

00:01:23: Ich glaube noch das lebenslange lernen und ich glaube vor allem daran, dass alle ihrem eigenen Rhythmus und ihren eigenen Kontext Denkt und lernt.

00:01:31: Und für das haben wir einen Lernraum aufgebaut, zu lernen eine Sohle.

00:01:35: Genau ich und meine Frau zusammen.

00:01:37: Für ihr Rater bin ich auch noch.

00:01:40: Was wir hier machen, klingt eigentlich nur, wenn man das als Team macht – meine Frau und ich – und gemeinsam für das brennen.

00:01:47: Jetzt du bist schon sehr ein grosser Kritiker der Volksschule Güssner Verreichen.

00:01:53: Ja?

00:01:53: Was läuft in den Kundlingen falsch nach deiner Meinung?

00:01:57: Was grundlegend falsch läuft ist, dass wir ein Modell fahren wollen für alle Menschen und sagen, es gibt die eine Volksschule.

00:02:05: Und wenn wir Bildung innovieren, dann müssen wir das Gleiche innovieren.

00:02:09: Das muss einfach für alle passen!

00:02:12: Ich glaube, das sind die erste Fehler an einem.

00:02:14: Wir Menschen sind einfach unterschiedlich, oder?

00:02:18: Wenn man sich die Wirtschaftswelt schaut, sieht man relativ deutlich, dass wir nur durch unterschiedliche Kompetenzen miteinander im Team weiterkommen.

00:02:27: Ich weiss etwas anders als du.

00:02:29: Du weisst etwas anderes als ich.

00:02:30: Gemeinsam würden wir lösungsfähig.

00:02:33: Der Irrtum ist, dass alle über den Stricke anbrechen in der Schulzeit und wenn sie elektrieren, Chancen zuteilen oder nicht.

00:02:43: Und ich habe das Gefühl, mit dem verschwenden wir einerseits extrem viel Potenzial in unseren Schulen und gleichzeitig können wir ja immer mehr an den Anschlag.

00:02:53: Also die Schule macht eigentlich ein grosses Versprechen.

00:02:56: sie sagt Du musst eigentlich dich einfach an die Regeln halten, die hier gelten.

00:03:00: Und du musst innerhalb des Systems performen und wenn du das machst dann kommst du privilegierte Chancen zutelt über.

00:03:08: Du hast nachher mehr Erfolg im Beruf, du kommst gut bezahlte Stellen über etc.

00:03:13: Das ist einfach nicht mehr wahr oder?

00:03:15: Wir hatten noch nie so eine höchste Akademikerarbeitslosigkeit.

00:03:19: Wir sehen auch sonst was AI eigentlich macht in der Breite.

00:03:23: Die Arbeitswelt wird durch das disruptiert, die Kompetenzen haben immer kürzere Halbwärtszeit.

00:03:34: Das führt dazu, dass wir eine Zertifikatsinflation haben und dass über Schulseinsversprechen nicht mehr einhalten kann.

00:03:42: Das merken immer mehr Schülerinnen und Schüler.

00:03:44: Darum gibt es auch immer mehr Schulabsentismus.

00:03:49: Ich glaube einfach, dass man aufgrund dieses Nichts weiter mit dem Einheitsprei zu machen.

00:03:55: Dass es andere Lösungen braucht und dass die anderen Lösungen aber, weil sie zum Teil radikal in Frage stellt was Volksschulen macht natürlich auch noch nicht in der breiten Resonanzfähigkeit sind oder?

00:04:08: Das habe ich am eigenen Leben gemerkt wo ich versucht habe abgespäckte Varianten von denen, die mich an meiner Privatschule machen können in die öffentliche Schule hinzubringen.

00:04:17: Da gab es Leute relativ deutlich rebelliert hier auch aus Ängsten Und das zeigt eigentlich einfach, es braucht Wahlmöglichkeiten.

00:04:28: Eltern können wählen was sie für richtig halten für ihr Kind und wenn man das nicht kann, kann sich's nicht weiterentwickeln.

00:04:35: also ich glaube eine vielfältige Volksschule die allen zugänglich ist genau wo ganz viele verschiedene Wege geht und nicht der eine Weg.

00:04:46: Du hast jetzt ganz, ganz viel Schlagwort.

00:04:48: Ja

00:04:48: ja voll!

00:04:49: Ich möchte dir gerne ein bisschen auseinanderpeilen.

00:04:51: Das ist super, danke.

00:04:53: Du hast vorhin so gesagt, es braucht neue Strukturen und neue Wände.

00:04:58: Und du hast schon relativ versucht das, was du hier machst in der Privatschule mit deinem Team, relativ konsequent bis an einen zu denken, wenn man sie so will formulieren... Ist dir nicht gefreut, dass Sachen wirklich gut laufen, die auch aus der Volksschule kindesgerecht werden?

00:05:15: Dass sie einfach abgesagt haben und sie existieren gar nicht

00:05:18: mehr.

00:05:19: Natürlich!

00:05:20: Immer wenn man etwas fragstellt und nichts macht, ist es Gefahr, dass man gewisse Dinge, die gut waren oder so, dann nicht hat.

00:05:29: Jedes System hat Vor- und Nachteile.

00:05:31: Es ist jedes System nur ein System.

00:05:35: Wir haben uns für unsere Kinder, die hier in die Schule gehen ein anderes System gebaut.

00:05:43: So wie wir es für richtig halten und auch das System sind wir immer wieder am hinteren Fragen und anpassen, um zu schauen was es braucht und weiterentwickeln.

00:05:51: Vieles läuft sehr gut.

00:05:53: Einiges läuft auch nicht gut oder?

00:05:55: Und das reflektieren wir und passen uns an entsprechend.

00:06:00: Ich glaube um das muss es gehen.

00:06:02: Das kennt mich natürlich viel besser auf einer grünen Wiese weil mir einfach eigentlich... fast nur uns selber rechenschaftpflichtig sind als auch der öffentliche schul, wo die sein verständnis von fast schon allen älteren muss mit einholen, dass sonst blockiert wird in seiner innovation.

00:06:19: oder

00:06:21: ja es ist immer noch eine andere fahrung.

00:06:23: ich habe es gestoßen zum teil auch meine grenzen mit gewissen sachen verändern aber ich glaube du hast jetzt vielleicht einfach versucht etwas schneller zu machen.

00:06:32: aber ich glaub folgeschool bewegt sich schon Nicht ganz, wie du dir das vorstellst.

00:06:36: Aber ich glaube sie bewegt sich schon auch.

00:06:38: Gehen wir mal aufs Thema.

00:06:39: eines deiner Kernthemen, wo du gerne in gewissen Interviews darüber geschwätzt hast, was ich gefunden habe oder bei euch in der Schule verdrängt ist, so selbstbestimmte Lernen.

00:06:49: Was verstehst du da drunter und wie sieht es einen klassischen Tag bei euch aus?

00:06:55: Selbstbestimmt zu lernen bedeutet für alle am Eis dass ich eigentlich selber wähle womit ich mich auseinander setze.

00:07:01: Nicht, dass man jemand anderes sagt, das wäre dir und je eine Ziel.

00:07:05: Und du musst dich innerhalb des Rahmenes bewegen.

00:07:08: Ich lerne das abgrenzen von selbst organisiertem.

00:07:11: Das wird auch immer wieder kritisiert, wenn man sagt in Lernlandschaften, da kommen gewisse Kinder und Jugendliche zu kurz, die nicht einen Bildungsaffinen-Hindergrund haben, weil sie sich unzureichend innerhalb des Organisieren können.

00:07:24: Und das ist eigentlich der Unterschied bei uns muss ich nicht über den Innerhalt einer fremdbestimmten... Kompetenzen und Kontext bewegen, wo man sagt bis dann musst du gleich die und die Aufgabe gemacht haben.

00:07:39: Man muss das nicht jenes machen sondern man kann wirklich seine Tätigkeit selber wählen.

00:07:44: Das bedeutet dass ein Schüler beispielsweise auf dem Weg in die Schule ein Velo findet, der gratis zum Mitnehmen steht.

00:07:51: Und dieses Velo ist halt mega kaputt oder?

00:07:53: Er bringt es in die Schulzeit und er zerlegt das Velo komplett in seinen Einzelteilen und sprüht den Rahmen neu.

00:08:01: Zwei Wochen lang praktisch nur damit beschäftigen, das Velo auseinanderzunehmen und wieder zusammenzubauen.

00:08:07: Und zärtige Sachen haben bei uns Platz in einem anderen Kontext, wo dann noch Matheplanenschritt weiterkommt oder dort noch eine Zeichnung abliefern oder was auch immer.

00:08:21: erst dann halt nur irgendwie ein, zwei, drei, vielleicht vier Stunden pro Woche für dieses Projekt zur Verfügung und dann verflüchtigt sich das Halt?

00:08:29: Ich sehe dir erst jetzt schon auch, ich kann nach hinten schon auch.

00:08:34: Aber ich finde einfach weh wenn du nur mit dem Selbstbestimmten unterwegs bist im Sinn von... Ich rede es nicht davon dass du immer vorgefertigt bist und schriegst um Strimmerschütze genau da und da machen.

00:08:44: aber wenn du dich natürlich nur in deinem Wirkungskreis bewegst ist kein Wunderbewegst du dich nie über deinen Wirkungskreis aus dann brauchst du ein Impult voraus.

00:08:51: Das ist natürlich eine starke These die du in Raum stehst.

00:08:54: Du sagst du bewegst dich dann nicht über den Wirkingskreis raus Und das stelle ich in Frage.

00:08:59: Ich erlebe hier ganz etwas anderes.

00:09:01: Die Kids und Jugendlichen, die da sind, bewegen sich permanent über ihre Wirkungskreise raus, weil sie erleben ja die Wirkungskreis von anderen.

00:09:08: Das ist die Inspiration, die du eigentlich permanent hast.

00:09:10: Du siehst, was andere Leute machen.

00:09:12: Du willst auch mal Teile haben?

00:09:14: Du willst dort mitmachen?

00:09:15: Von daher kommst du im Puls über!

00:09:17: Es ist ja nicht so, dass jeder für sich isoliert sein eigenes Ding macht.

00:09:21: Sondern oftmals gibt es völlig themadormistische Projekte.

00:09:26: Es gibt eine Gruppe von Kindern, die sagen, wir drehen jetzt ein Film miteinander und dann schreiben sie einen Drehbuch

00:09:31: etc.,

00:09:32: arbeiten mit JGPD, lassen sich Vorschläge geben, den ganzen merken Grenzen auch der koi generierten Inhalt.

00:09:39: dass es dann irgendwie über die Tour kontextuell Sinn macht und so weiter.

00:09:43: Und das ist nur eines von vielen Beispielen.

00:09:45: Von dem her kann ich dir wenig sagen, da gibt es klassische Schultagen.

00:09:48: Es gibt einfach immer wieder andere Schultage.

00:09:52: Und extrem vielfältiges Altersdurchmistskontext durchmischtes Lernen.

00:09:58: Du hast jetzt gesagt der Kindlernerbüch mit Chechi bei dir, Primarschüllerin und Primarscherin auch?

00:10:02: Ja

00:10:03: voll!

00:10:03: Aber du weisst, dass sie das noch nicht auf den Puchen oder Tage

00:10:10: gewesen sind?

00:10:12: Du ... Das habe ich... Es gibt viele verschiedene Tools, die theoretisch nicht verwendet werden dürfen von Kind in gewissem Alter.

00:10:20: Aber ich finde, es macht jetzt im Sinne keinen Sinn, denn sie sind auch begleitet von unseren Erwachsenen und wir stellen das zur Verfügung mit einem kritischen Reflektieren vor dem her.

00:10:29: Ich glaube, man muss sich früher an den Testen haben.

00:10:32: Genau in der Folge sind wir jetzt auch darauf bedacht um die sogenannten Grundkompetenz, also lesen, schreiben und rechnen anzugehen.

00:10:39: Und wenn bei euch im Lernhaus hier kein Kind lesen will, einfach per se nicht, weil es aus welchen Gründen immer.

00:10:46: Also macht ihr das?

00:10:49: Es gibt es nicht.

00:10:50: Lesen ist so eine wichtige Kulturkompetenz, wie auch rechnen, dass du fast nicht darum umkommst, das zu lernen.

00:10:59: Jedes Kind will zum Können im kulturellen Kontext teilhaben und lesen.

00:11:04: Das bis jetzt einfach noch bei keinem Kinderlebt.

00:11:07: Wichtig ist natürlich, dass du Lektüren anbautest, die den Interessen der Kinder entspricht.

00:11:13: Was ich letztes mal auf LinkedIn kritisiert, was ich gesagt habe, geht und so.

00:11:19: Das habe ich selber nicht gelesen, obwohl ich eine Matura gemacht habe und da irgendwie durchgekommen bin.

00:11:23: Das ist halt jetzt nicht etwas, das mich interessiert hat.

00:11:26: Andere von meiner Klasse durchaus schon.

00:11:28: Ich habe viel lieber Mangas gelesen oder ein bisschen Fachtext online über Technologie.

00:11:33: Das interessiert mich total.

00:11:37: Besondere Kinder sind mega fasziniert von der japanischen Kultur.

00:11:42: Wir hocken hier eigentlich in die Bibliothek, jetzt werden wir den Podcast aufnehmen und du siehst eine riesige Manga-Bibliotheke.

00:11:48: Und die Kinder sagen uns was interessiert und dann bestellen wir das auch?

00:11:51: Ja, aber da hat es einen Einfluss darauf, dass du sein Interesse springst, dass er dann doch hier drin ist!

00:11:57: Nein, manga nicht mal.

00:11:59: Es hat mich als Kind und Jugendlichen interessiert.

00:12:01: Ich habe Dragonball gelesen, auf und ab.

00:12:04: Und später Harry Potter ist mir das Einzige, was ich wirklich gelesen habe.

00:12:09: Also ich war jetzt sehr belassen in diesem Sinn.

00:12:11: Und dann eben wie gesagt Fachliteratur in diesen Gebieten, wo ich einfach interessiert war.

00:12:16: Aber nein, die Mangas sind eigentlich Kinder von Kids.

00:12:20: Die haben gesagt, hey, ich leise gerade hier, können wir das bestellen?

00:12:23: Und so weiter... Die bestellt, das ist gewachsen eigentlich mit den Interessen.

00:12:28: Aber da gibt es keine einzigen von diesen Mangas und doch irgendwie überhunderten, die mittlerweile hier stehen.

00:12:34: Ist von uns Erwachsene reingekommen?

00:12:36: Jetzt, ähm ... Die Rolle der Lehrpersonen, ihr seht ja alle an Begleitung bei euch.

00:12:41: Ja!

00:12:41: Ähm ... Aber für eine Rolle haben die Erwachsenen bei euch?

00:12:43: Ja... Ähm, ja, diese Erwachsen sind Helfer und kein Richter.

00:12:48: Das ist einer der sechs Grundsätze selbstbestimmt zu lernen von Peter Gray, ein amerikanischer Psychologe die die Sudbury Valley-Schule mit qualitativen Studien begleitet hat und in dem Sinne sechs Kernaspekten von selbstbestimmterm Lernen ausgeschält.

00:13:07: Das ist der eine dieser sechs, Lernbegleiter betrifft.

00:13:10: Sie sind Helfer und kein Richter.

00:13:13: Das bedeutet, wenn wir nicht evaluieren, machen wir keine Prüfung oder bewerten sie nicht.

00:13:17: Sondern wir sind einfach da, um zu unterstützen.

00:13:20: Wir sind Ansprechpartnern.

00:13:21: Wir werden gefragt – hey Nils!

00:13:24: Ich möchte das in Genes machen.

00:13:25: Kannst du mir hier helfen?

00:13:26: Ich gebe durchaus ein Feedback und sage, wenn ich es mache, wird man schon angenommen.

00:13:31: Man ist nicht angenommen, genau.

00:13:33: Und ich bin eigentlich primär in diesem Themenkontext drin die Kinder wählen.

00:13:40: Wir haben in letzter Zeit mehr angefangen zu definieren, wo welchen Erwachsenen er ist.

00:13:43: Ich habe das Gefühl nur wenn ein Führer in ihr brennt kann auch einen Funkerspringen und so sind auch die Erwachsenden Lernbegleiter hier in ihren Themenkontext tätig.

00:13:53: Alessandro Bisposvis ist Profimusiker.

00:13:56: der ist im Tonstudio oftmals, macht Beats mit den Kids, nimmt Lieder auf

00:14:02: etc.,

00:14:03: hilft noch beim Klavier spielen.

00:14:06: Wir haben den Andres, der Theater-Pedagog auch ist.

00:14:12: Oftmals im Protheater macht er mit den Kids.

00:14:17: oder wir haben Alina, die extrem vielseitig talentiert ist und jetzt auch ... Das ist recht.

00:14:23: einsteigt in die Berufsberatung mit den Jugendlichen und das begleitet, oder durchaus auch mal einen Stundenplan macht.

00:14:32: Mit jemandem, der sagt, ich hätte gerne kleinere Strukturen.

00:14:34: Ich möchte das in jenes lernen und wissen ob ich quasi einen Test bestehen könnte auf meinem Level in einer öffentlichen Schule.

00:14:41: So, das macht sie.

00:14:43: Ich bin im Maker Space sehr daheim mit Hilfe Sachen zu gravieren und zu schneiden – mit dem Laser oder der Trudydruck so anpassen, dass sie funktionieren durch Objektdesignen mit den Kids oder spielen einmal eine Runde Magic.

00:14:57: Also es sind einfach ganz viele verschiedene Themenwelten.

00:15:00: Also

00:15:01: ihr wartet quasi bis Sie zu euch kommen?

00:15:04: Ja!

00:15:04: Und die Direktinstruktion passiert nur dann?

00:15:07: Das machen ja keine direkte Instruktion.

00:15:09: Ja also primär… Primär von den Kindern gefragt.

00:15:13: Aber es kann natürlich auch vorkommen, dass jetzt wie eine Gruppe von Kindern gesagt hat, wir würden gerne lernen Kleidern nähen und dann haben wir einen Schneiderin angefragt, ob sie das möchte ich gut zeigen?

00:15:26: Und jetzt haben wir einmal pro Woche einen Schneidorin, der zu uns in die Schule kommt mit einem Schnittmuster ausdrückt oder ein Schnittmusstermitbring Stoffe einkauft und Kleider näht.

00:15:36: Und die macht in dem Sinn Instruktion, oder?

00:15:39: Oder auch wenn jemand mich fragt, ich würde gerne im Laser das und jenes machen, mache ich eine Instruktion und zeige wie der Laser funktioniert.

00:15:47: Also es ist schon nicht so, dass sich jeder selbst aus den Fingersaugen muss.

00:15:52: Aber in diesem Kontext wird natürlich auch andere Schülerinnen und Schülern selber zu Lernbegleitern.

00:15:57: Wir haben vorhin, wenn du in die Schule reinkommst, können wir nachher anschauen einen Expertenwand.

00:16:01: Da steht drauf wer eigentlich für welches Thema brennt.

00:16:04: Und dort hat es auch Kinder- und Jugendliche darauf!

00:16:07: Das bedeutet... Wenn ich jetzt ein Interesse habe im Gebiet, kann ich da gut schauen oder kann es einfach mal durchlesen und merken hey, ich habe eigentlich dich gefragt um mir etwas zu zeigen in dem Bereich?

00:16:17: Und klar findet ihr auch Instruktion statt.

00:16:20: Mich würde jetzt interessieren, wenn du ... Du schaffst ja sehr projekte Bezogene mehrheitlich.

00:16:26: Und wie garantierst du, dass das Projekt bezogene Lernen nicht an der Oberfläche bleibt?

00:16:32: Ich

00:16:33: kann es nicht garantieren!

00:16:34: Das ist die ganze Aspekt von dem, dass wir sagen, wir müssen es eigentlich einfach loslassen und keine Kompetenz zur Wachskine garantieren auf keinem Level.

00:16:47: Das kann übrigens

00:16:48: auch die öffentliche Schule nicht.

00:16:50: Nein, aber auch zu einer gewissen Maß... Aber der Unterschied ist glaube ich, wir versuchen zu einem gewissen Mass... Also so wie ich das bei dir rauskönne, könnt ihr es lernen und nicht dokumentieren?

00:17:00: Doch!

00:17:00: Wir müssen sie lernen und dokumentieren.

00:17:02: oder also wenn man in der staatlich bewilligte Privatschule, wo Lernbericht muss abgeben.

00:17:06: Wir müssen den Form definieren, wie wir das jetzt lernen und documentieren, dass wir darüber... Aufschluss geben, weil ein Kind steht.

00:17:15: Und die Lernberichte müssen wir am Ende des Jahres auch im Departement für Bildung abgeben.

00:17:20: vom Kantoglaris oder in diesem Rahmen werden wir kontrolliert und da gibt es natürlich der Staat was das Kind gemacht hat, mit dem sich so eine Angesetztheit hat und wo das Kompetenz technisch jemanden steht.

00:17:31: Wer macht denn diese Berichte?

00:17:32: Alle Lernbegleiter.

00:17:35: Mit den Kindern und Jugendlichen oder ohne?

00:17:37: Nein ohne Kinder- und Jugendliche.

00:17:40: Wir wollen möglichst für die Kinder und Jugendlichen zu lernen, intuitiv stattzufinden lassen.

00:17:44: Wenn wir jetzt in diesem Sinn immer jedes Projekt, das sie machen, von ihnen dokumentieren lassen, dann würde man extrem viel Zeit- und Aufwand drinnen stecken.

00:17:56: zum Kompetenzen und Projekten dokumentieren nur weil im Hintergrund der Misstrauenskultur herrscht die eigentlich kontrollieren wollen, ob diese Kompetenzen erreicht werden von den Kindern

00:18:09: oder nicht.

00:18:10: Ich glaube das ist eine Haltungsfrage.

00:18:13: Wenn du jetzt nicht im Fächer denken bist oder wenn du nicht im Noten oder im Kästchen denken, sondern im förderorientierten Denken.

00:18:21: wie es zum Beispiel Teilpädagoginnen und Teilpädologen haben, wenn ich versuche so weit zu gehen im Unterricht auch zu haben.

00:18:28: Bist du aber trotzdem darauf gedacht, um die Tiefungen und die Qualität sicher für Kinder und Jugendlichen?

00:18:34: Und so, als ich bei dir rausgehe, überlöhnt er das ein bisschen zum Zufall?

00:18:38: Absolut nicht!

00:18:39: Hey ja, es ist alles am Zufallen überlaufen – hundert Prozent!

00:18:43: Weil es sind so viele nicht lineare, parallele Prozesse die abgehen.

00:18:47: Das geht bis zu dass sie raus gehen, Räuber und Polizisten spielen oder einen Nachmittag lang auf dem Fußballplatz verbringen von der Schule in der Nähe.

00:18:54: Das ist voll okay!

00:18:56: Und das braucht's genau weil sobald wir das nicht mehr überlaufen würden.

00:19:00: und da möchte ich trotzdem noch mal die Frage stellen ob das wirklich den Kindern dient und Jugendlichen oder nicht.

00:19:06: einfach eigentlich ein Auswuchs von einer Misstrauenskultur, das dokumentieren.

00:19:11: Bist du einfach immer wieder mit dem Beschäftigen, musst das irgendwie abfassen etc.

00:19:16: und kannst eigentlich oftmals nicht in deinen Projekten im Flow nachgehen?

00:19:22: Und das ist der Kern für uns mega wesentliche Kerne, die wir für Kinder und Jugendlichen erhalten wollen.

00:19:29: Darum fördern wir das für sie ab.

00:19:32: Letztendlich sind wir schon seit fünf Jahren bei unserer Schule ... Bis jetzt kann ich noch von niemandem sagen, der in die Arbeitswelt eintaucht

00:19:42: ist.

00:19:44: Aber da kann ich immer wieder Cross-Referencing machen.

00:19:48: Z.B.

00:19:49: die Villa Monte in Galgenen gibt es schon seit über vierzehn Jahren und ein Artikel in der Zeit, das sie begleitet hat.

00:19:55: Und diese sind mindestens so radikal in ihrer Bildungsinnovation wie wir, wenn nicht sogar mehr!

00:20:06: Und dort zeigt sich das alle anzukommen in ihrer Welt und im Job.

00:20:12: Dass es hier auch völlig die Karriere gibt, die es auch in der öffentlichen Schule gibt.

00:20:17: Der Breite oder auch im negativen Sinn?

00:20:19: Da ist das einzige Referenzwert für das Berater-Schulleitritt.

00:20:22: Ist momentan also deine Überzeugung?

00:20:25: Da gehöre ich so raus, weil du kannst noch nichts dazusagen.

00:20:28: Und du glaubst wenn die Kinder... Nicht

00:20:29: für den Schulleitritt, sondern auch für den Arbeitszeichen.

00:20:31: Ja und du bist davon überzeugt dass alle Kinder in jugendlichen Sichten Es könnte auch so ein System anpassen.

00:20:38: Aber bei euch ist das System sehr offen und dann musst du da zum Teil...

00:20:41: Das ist anders!

00:20:42: Wenn jemand die Mauerin oder der Mauer lernen will, muss er den sehr strukturierten Rücken dran und dann gibt es keine Links- und Rechts- und ich probiere mal etwas aus.

00:20:49: Ich stelle eine Frage, ob das Sinn macht, weil wir momentan das Ausbildungswesen nachher auch haben?

00:20:55: Zwei Sachen, oder?

00:20:56: Einerseits.

00:20:57: Ja sie können sich anpassen!

00:20:59: Es gibt übrigens auch qualitative Studien zu diesem Thema.

00:21:02: Peter Gray, beispielsweise, der die Sudbury Valley School begleitet hat, hat aufgrund seiner eigenen Skepsis, weil sein Sohn in die offene Lernstruktur gewohnt hat, eben eine qualitative Studie gemacht zum Arbeitseintritt.

00:21:14: Die kann man nachlesen und dort sieht man, dass es funktioniert.

00:21:18: Das hat er entsprechend dokumentiert und ist darum verfechter worden von dem selbstbestimmten Lernen.

00:21:23: Aus eigener Erfahrung kann ich es nur nicht sagen, weil es uns noch nicht so lange gibt.

00:21:27: Aber eben, wie gesagt, an den Villa Monte machen sie die gleichen Erfahrungen und es gibt ja noch die eine oder andere Schule in der Schweiz, wo auch endlich funktioniert bei mir.

00:21:36: Andererseits haben wir einen Umbruch in der Arbeitswelt.

00:21:41: Es ist lang nicht gesagt, dass In zehn oder zwanzig Jahren werden noch alle Gebiete so studieren und mit Bachelorn und Mastern abschliessen.

00:21:53: Gerade aus der Tech-Industrie wird das hinterfragt, dass du online Open Courses machen kannst, die dich vorbereiten für ein Gebiet völlig ohne reguläre Abschlüsse hinein zu kommen und deine Kompetenz leben.

00:22:05: Und ich habe gerade den letzten Podcast aufgenommen mit Florian Knaus, der Time Four gegründet hat.

00:22:10: Das ist eine ganz interessante Figur, weil er selbst auch ... in der Schule gegangen.

00:22:15: Seine Eltern haben sie gegründet, das ist die Steinleibach-Schule heisst sie und hat in diesem Sinn nie klassische Lehr gemacht.

00:22:22: Er hat letztendlich abgeschlossen als EFZ, Fachmarbetreuung so indem er einfach ... Das hat er gemacht, die Rolle hat er gelebt innerhalb dieser Schule und hat dann letztendlich direkt an den EFZ-Prüfung gegangen.

00:22:38: Das kann man machen ohne dass man in diesem Sinn offiziell ein Lehr absolviert.

00:22:42: Man kann dann die EFz Prüfung machen und er hat sich auf diese Inhalte vorbereitet und es sucht auch sie zu beweisen, dass er das kann.

00:22:49: Also es gibt auch diesen Weg Und ich glaube es wird alle Wege geben.

00:23:00: Ich möchte an diesem Punkt schlicht und ergreifend die Perspektive eröffnen.

00:23:05: Und einfach fragen, muss es denn alles so linear sein?

00:23:08: Muss man mit dem linearen System wieder letztendlich kompatibel werden?

00:23:12: Möcht das alle?

00:23:13: Gibt's nicht andere Wege, die nach Rom führen?

00:23:16: Und ich glaube es gibt zahlreiche und ich glaube, es lohnt sich diese Weg zu gut und zu schauen.

00:23:21: ja ... Nicht nur!

00:23:24: Was ist anders oder funktioniert das auch?

00:23:26: Kann es kompatibel werden, sondern ist unser Schulsystem, so wie wir sie jetzt machen, vielleicht noch kompatibler mit dieser Welt, die kommt.

00:23:35: Ein Wef von der NOECD sagt, wenn man alles runterbricht sind vier Metacompetenzen letztendlich zentral zu mit einer durchdigitalisierten und nicht linear sich ständig verändernden Welt irgendwie klarzukommen.

00:23:48: Das ist Kreativität, kritisches Denken!

00:23:51: Kommunikation und Kollaboration.

00:23:54: Und wenn ich das weiterdenke, um zu schauen was der Nährboden ist zum diese vier Metacompetenzen erwerben, dann könnte man ja sagen, dass könnte vielleicht noch neugierig sein, dass sich mit einer neugirigen Haltung durchs Leben ging Dass ich nachfragen, dass ich in Kontakt mit Leuten gehe.

00:24:13: Das hat irgendwie all die Richtungen.

00:24:15: Vladimir Nabokov ist ein russisch-amerikanischer Schmetterlingsforscher und Philosoph.

00:24:21: Er sagte, Neugier sei unkursam in seiner pursten Form.

00:24:26: Also könnte man durch das wiederum ableiten, dass vielleicht ein System, das primär extrinsische Rahmenbedingungen setzt.

00:24:34: Alles versucht zu messen.

00:24:36: Weil sie sehen was du wenn machst und wohin du schaffst und somit auch sehr viel kursam einfordert.

00:24:44: Vielleicht macht der Nährboden etwas zu für die Kompetenzen.

00:24:48: Und das ist wiederum die Basis, die uns antreibt.

00:24:50: Dass wir sagen, die Welt verändert sich und es braucht neue Lernsettings für die Leute zum können... in dieser nicht-linearen Welt sich bewegen.

00:24:59: Du hast jetzt die VRKs angesprochen, mir persönlich ist es ein Anliegen, dass die Kollaboration ja gut funktioniert.

00:25:05: und wenn bei euch alle Interessens und Selbstbestimmte unterwegs sind, wie garantierst du denn, dass man den hoffen Individualisten heran bildet?

00:25:14: Der Mensch ist eine Mega-Gemeinschaftswesen.

00:25:16: Man will mit anderen Menschen etwas zusammen machen und ich kenne es auch an diesem Punkt wieder umzutrüllen und frage, wie garantieren wir das in den Einzelbanken?

00:25:24: Und so im Schulzimmer wo alle müssen zur gleichen Zeit das Gleiche machen, Prüfungen machen... Was hast du für eine Note gehabt?

00:25:30: Ich bin halt besser als du usw.. Also das ist ja viel mehr der Wettbewerb wo man sich voneinander abgrenzt statt Zusammenarbeit!

00:25:37: Wenn Du einen Tag wirst um Lernhassole verbringen oder vielleicht die ganze Woche wüsst Du gesehen dass Es gibt extrem viel Schichtung und Parallel, wo überall die Kollaboration stattfindet.

00:25:48: Sie haben z.B.

00:25:49: ein Verkaufshäuschen eingerichtet, das sie an der lokalen Kundschaft wollen.

00:25:54: Das ist eine sehr schöne Spazierwege vorbeigegangen.

00:25:58: Trüde drückte Sachen, die da passieren, entstehen.

00:26:01: Oder auch Kaffee oder Küche machen, etc.

00:26:05: Und das Häuschen ist völlig kollaborativ entstanden.

00:26:07: Es wurde mal innen geworfen und hat mir jemand gefunden, der so etwas planen kann.

00:26:12: Im Jugendlichen hat es dann drei D-Design, danach wurde es bestellt.

00:26:15: Dann haben alle miteinander das Zusammenbaut.

00:26:18: Da sind die kleinen dazukommen, sie dürfen das Dach anschrauben und so.

00:26:20: Es war jeneste Kids auf dem Dach gesehen, wo sie angefangen haben zu schrauben.

00:26:24: Alle mitteinander haben es lasiert, dass es vom Wetter geschützt ist.

00:26:29: Das ist dann zusammengekommen, dass jemand das gestartet hat und gesagt hat, jetzt müssen wir mal schauen.

00:26:34: Was tun wir denn da drinnen?

00:26:36: Da sind alle zusammengekommelt.

00:26:37: Man fragt ja wer will den Vase anbieten dort?

00:26:40: Was braucht es noch, damit man es eröffnen könnte?

00:26:42: Und da kamen die Vorschläge.

00:26:44: Und aus diesem Projekt sind dann wieder Themengruppe von Kindern, die zusammenarbeiten und das machen.

00:26:49: Und das war hochgradig kollaborativ und überhaupt nicht individualistisch in dem Sinne.

00:26:56: Es ist spannend, du trittst schon für eine freie Schulwahl.

00:26:58: Du hast ja auch politisch einen Vorstoß gemacht im Kanton.

00:27:01: Wie stellst du dir davor eine freien Schulwahlen?

00:27:05: Ich möchte mich direkt von diesem Begriff abgrenzen, weil er tut immer wieder Ängste auslösen.

00:27:10: Viele Leute denken, wenn man seine Schulfreiheit wählen kann, wird überall hier und her gewechselt und man ist nie zufrieden.

00:27:16: Und das könnte ich durchaus unterstrichen, dass so etwas passieren könnte.

00:27:20: Wir hier am Lernhaus Sohle, wo wir Eltern abgefangen haben und sich auseinander gesetzt haben mit alternativer Pädagogik.

00:27:29: Etwas anderes will ich für ihre Kinder.

00:27:31: Und ihre Kinder ganz bewusst anmelden auch Fluktuationen.

00:27:34: Also Leute, die sich dann anders vorgestellt haben ... Vor diesem hat die öffentlich-schule Angst.

00:27:40: Hauptsächlich, dass sie sagen, wenn dann alle wählen und nicht zufrieden mit dem Lehrer sind, kann man die Ressourcen nicht mehr planen

00:27:47: etc.,

00:27:48: es wird ein riesiges Chaos.

00:27:51: Und aus dieser Angst ist das auch im Kanton Glaris auf grosser Widerstand gestoßen oder der Landsgemeine abgelehnt worden.

00:27:57: Darum habe ich natürlich auch im Kontext von diesen Auseinandersetzungen überlegt wie könnte dies funktionieren?

00:28:04: Das bräuchte wahrscheinlich gewisse Abpassungen Und ich bin mittlerweile so weit, dass ich sage, eigentlich bräuchten wir ein Bildungsgoji.

00:28:13: Der Bildungs-Goji sollte nicht einfach immer allen zugänglich sein, sondern jede Familie sollte für jedes Kind einmal in der Schulzeit von diesem Kind eine Bildungs Goji zur Verfügung haben.

00:28:28: Da muss man sich sehr gut überlegen, an welcher Schule möchte ich mein Kind schicken und wann sie den Goji einheben?

00:28:36: und dann bleibt man dort.

00:28:39: Und wenn man wieder will wechseln oder zurück an die Volksschule wechselt, dann hast du den Bildungsgutschi für dein Kind vergeben.

00:28:46: So wirst du eigentlich neben dem Monopol-Volkschul, wo man einfach geografisch zutelt wird – du gehst in die nächste liegende Schule -, einmalig die Möglichkeit zu wechselen.

00:28:58: Und das merken wir sehr stark.

00:29:00: Viele von den Leuten, die sich für unsere Schule interessieren, haben natürlich mit der öffentlichen Schule negative Erfahrungen gemacht.

00:29:06: Es geht irgendwie nicht mehr weiter.

00:29:07: Das ist natürlich unterschiedlicher Ausprägung und es wäre primär natürlich tätige Leute, die dann auch frei wählen würden.

00:29:15: Also ich glaube wenn du Befragungen machst... Also auf der Primarschulstufe wissen wir, dass der Grosse von den Eltern sehr zufrieden ist mit der öffentlichen Schule.

00:29:24: Du rutscht jetzt mehr von denen,

00:29:26: die

00:29:27: zum Beispiel so ein Konzept wie uns bevorzugen?

00:29:29: Absolut!

00:29:30: Die meisten sind sehr zu frieden.

00:29:31: Wie

00:29:31: stehst du denn?

00:29:33: Bei der Chancengleichheit habe ich dann auch Geld durch die Foto-SCD grosses Mal genommen.

00:29:39: Sie sagen natürlich ganz klar, wenn es eine freie Schulwahl gibt oder so Bildungsgutsche, wie du das machst, geht sie in die richtige Sekretion rein und Hier hast du diese Bevölkerungsgruppe und hier die.

00:29:49: Und das ist keine soziale Durchmischung mehr, sei es von deiner Herkunft, Bildungsstand oder Einkommen?

00:29:55: Dann möchte ich entscheiden wie wir sprechen.

00:29:57: Wir haben auch die komplette soziale Durmischungen im Lernen Nassole.

00:30:00: Also wir haben sogar eine Familie, in der ich dafür schon eingekauft habe.

00:30:06: Weil das finanziell so schwierig ist!

00:30:08: Wir haben kulturelle, genderdurchmischende, altes durchmischenden und einkommens durchmischen, hundertprozentig.

00:30:14: Und wenn es der Bildungsgutschei würde, wäre er einfach das, was wir noch machen, ferrer entlöhnt.

00:30:21: Weil im Moment ist siebenzeig Prozent von unserem Betrieb Stiftiges und der Lohnverzicht finanziert.

00:30:28: Das bedeutet... Die Lernbegläten, die bei uns arbeiten, unsere Inklusive, arbeiten zu einem Bruchteil des Lohns, den man in einer öffentlichen Schule hat.

00:30:37: Und wir finden einfach das muss es geben und wollen genau das Gegenteil beweisen.

00:30:40: Wir haben das mittlerweile auch beweisen, weil wir diese vierzehn Kinder und Jugendlichen haben.

00:30:45: Die Interessenten sind da und die Durchmischung ist hier.

00:30:48: Kann man überprüfen?

00:30:52: Ich glaube, wenn es der Bildungsquadschi geben würde, hätten wir genau nicht die Segregation, sondern auch andere private Schulen, die im Moment nur an Leute mit entsprechender Einkommen zugänglich sind.

00:31:02: Wir würden dann auch an Menschen, die das finanziell nicht können stemmen.

00:31:07: Also würden wir in diesem Sinne die Segrigation abschwechen, was im Moment hier ist...

00:31:14: Ich sehe schon, ich habe zum Tag ganz andere Ansichten für du.

00:31:16: Das macht gar nichts.

00:31:17: Das

00:31:17: ist ja auch spannend!

00:31:17: Ich finde

00:31:18: es schön.

00:31:20: Im Gegenteil, man kann dann schauen was man voneinander profitieren kann und ich würde mich gerne so zum Abschluss die Aussen kitzeln.

00:31:28: Hey Nils, du musst jetzt wieder an die Schweizer Volksschule zurück... Du

00:31:32: MÜSSTISCH!!!

00:31:37: Mit wem könntest du wenigstens noch halbwegs arrangieren und was würdest du ganz sicher nicht machen?

00:31:42: Ich kenne nichts mehr zurück an die Öffentlich-Schule.

00:31:44: Aber es ist mega lustig, dass du diese Frage stellst, weil ich heute das E-Mail überkomme von der Kreisschulgemeindung SY, ich nenn sie jetzt bewusst nicht, wo mich verwechselt hat – Sie haben den falschen Nils in Ihren Mailvertrag genommen und gesagt, lieber Nils!

00:31:56: Wir brauchen dich nächsten Mittwoch um acht Uhr im Schulhaus.

00:32:02: Ich bin mir immer noch überlegt, ob ich dort auftauche nächste Woche.

00:32:04: Aber ich weiss, sie erwartet mich nicht.

00:32:07: Jedenfalls ... Ich kenne die nicht und ich kenne mich wirklich mit sehr wenig Anfrühenden im öffentlichen Schulsystem.

00:32:14: Aber wie gesagt, es braucht Bildungsdiversität.

00:32:19: Und wenn ich wieder in eine öffentliche Schule gehe?

00:32:23: Dann würde ich vermutlich einen Makerspace dort aufbauen.

00:32:28: Ich würde versuchen, die Handarbeit ins Werkzimmer oder Bibliothek überzukommen und vielleicht noch zusätzliches Klassenzimmer zu bekommen.

00:32:35: Ich werde mit ein bis zwei Lehrpersonen – in jedem Schulhaus gibt es diese Lehrpersoner, du bist wahrscheinlich auch so jemand, der alternativ offen ist und möchte in Freiraum arbeiten.

00:32:47: Würde ich den Raum bespielen?

00:32:48: Ich würde sagen, dort machen wir selbstbestimmt zu lernen!

00:32:52: Ich würde das politisch als Pilotprojekt durchbringen, dass ich nicht mehr die Zeugnisse und Prüfungen machen muss.

00:32:57: Und dass ich diese Selbstbestimmung zur Verfügung habe.

00:33:02: Das ist ganz wichtig an den Eltern, die Wahl zu lassen, ob sie ihr Kind in dieser Klasse anmelden wollen oder nicht.

00:33:11: Wenn wir jetzt daran denken, dass wieder eine Separation Salon vereint wird – zumindest in gewissen Parteien, die sagen, man braucht wieder Sonderklassen

00:33:19: etc.,

00:33:21: Dann kann man durchaus auch die Kinder nehmen, die veraltensauffällig sind

00:33:23: etc.,

00:33:24: wo sowieso in dem sind schon Ja-Führungszeichen vom System abgeschrieben worden sind.

00:33:30: Es gibt ja auch ... Bemühungen in verschiedenen öffentlichen Schulen, die jetzt zur Schule Insel einführen.

00:33:34: Die sind meistens Sozialpädagogen eingestellt.

00:33:37: Im Kanton Glaris gibt es beispielsweise zwei solche Inseln – eine in Glaris Nord und eine in Glaris Mitte.

00:33:41: In Glari Süd weiss ich nicht, ob sie eine hat?

00:33:43: Ich glaube nicht!

00:33:43: Wir haben gerade ein Kind aufgenommen, der in die Schule Insele Glarus Mitte hätte müssen, das zu uns kam.

00:33:49: Das ist genau so ein Fall.

00:33:50: Und bei uns funktioniert extrem gut in dem Selbstbestimmten Lernen.

00:33:54: Da kommt man mit diesen Kids auch ausgeworfen werden vom System den Proof-of-Konzept machen Dass es funktioniert, dass diese gut in so einem Setting ankommt.

00:34:04: Und zusätzlich öffnen das auch für Familien, die offen sind.

00:34:07: Die dann vielleicht auch bildungsaffine Familien kommen, wo beide noch Akademiker-Karriere gemacht haben und sagen, mein Kind will auch das so offen lernen.

00:34:15: Dann wird's angemeldet.

00:34:17: Wir arbeiten auch in diesen separativen Klassenrahmen durch Mischung, die mir sehr wichtig ist.

00:34:24: Weil ich finde, harmonische Systeme sind dumme Systeme.

00:34:26: Je durch den Mischter, je heterogener das, desto besser können wir am meisten voneinander lernen.

00:34:30: Dann würden wir eben nicht genau so individualisten, sondern sehen, dass die Welt besteht aus ganz vielen verschiedenen Ansichten, Kompetenzen und ja auch Schwächen.

00:34:40: Und so können wir miteinander wachsen.

00:34:42: Nils, danke vielmals für dieses Interview!

00:34:43: Ich bin im Fall nicht einmal ein Bruchtei zu kleinen Fragen kommen, die ich dir stelle, weil du hast ganz viel zu erzählen, auch ganz viele Schlagwaffe... Ja?

00:34:51: Danke

00:34:52: vielmals!

00:34:52: Drüber noch denken.

00:34:53: Danke dir vielmals!

00:34:54: Es ist

00:34:54: gut, danke dir auch

00:34:55: Redner.

00:34:56: Bisschen anderswo.